Wenn bei Patienten Diabetes Typ 2 diagnostiziert wird, gibt es eine Reihe nützlicher Ratschläge zur Vorbeugung gefährlicher Komplikationen. Für viele ist diese Diagnose zunächst ein ernster Grund zur Sorge. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass dieser Zustand ohne Behandlung fortschreiten und zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen kann. Daher sind die Zusammenarbeit mit dem Arzt und eine konsequente Therapie unerlässlich.

Es ist nicht nur wichtig, die verschriebenen Medikamente einzunehmen, sondern auch streng auf die eigene Ernährung zu achten, den Blutzuckerspiegel regelmäßig zu kontrollieren, für ausreichend körperliche Aktivität zu sorgen und eine positive Einstellung zu bewahren. Für diejenigen, die erst kürzlich von ihrer Diagnose erfahren haben, bieten Ärzte sieben hilfreiche Tipps an, die dabei helfen, die Krankheit unter Kontrolle zu halten.

Diabetes Typ 2 Diagnose und Beratung

Warum ist Diabetes Typ 2 gefährlich?

Wenn bei einem Patienten erst kürzlich Diabetes Typ 2 festgestellt wurde, ist es entscheidend zu wissen, was für die Behandlung und die Vorbeugung möglicher Komplikationen sowie für die Normalisierung des Allgemeinzustands und ein erfülltes Leben notwendig ist.

Menschen mit Diabetes Typ 2 müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfälle, Nierenversagen und andere schwerwiegende Erkrankungen in der Zukunft ausgesetzt sind. Dies hängt mit Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels zusammen, die den gesamten Metabolismus beeinflussen.

Bei Diabetes kann der Körper Insulin – das Hormon, das den Blutzuckerspiegel kontrolliert – nicht richtig nutzen. Glukose (Zucker), die eigentlich in die Zellen gelangen sollte, um Energie zu produzieren, reichert sich stattdessen im Blut an und provoziert verschiedene Komplikationen, wenn der Spiegel nicht gesenkt wird.

7 Schritte zur Kontrolle der Krankheit

Die Diagnose ist der erste Schritt auf dem Weg zur Blutzuckerkontrolle durch verschiedene Maßnahmen. Die Einnahme von Medikamenten, dosierte Bewegung, richtige Ernährung und regelmäßige ärztliche Untersuchungen ermöglichen es, Komplikationen zu vermeiden. Hier sind die wichtigsten Tipps:

1. Bestätigung der Diagnose: Blutzuckerkontrolle

Selbst wenn der Blutzucker bei einer Untersuchung erhöht ist, wird die Diagnose Diabetes nicht sofort gestellt. Es erfolgt eine erneute Untersuchung unter strenger Einhaltung aller Vorbereitungsbedingungen. Erste Ergebnisse können unzuverlässig sein, etwa wenn das Labor einen Fehler gemacht hat oder der Patient vor der Blutentnahme gegessen oder Kaffee getrunken hat.

Patienten dürfen vor der Blutzuckerbestimmung weder essen noch trinken; die Blutabnahme erfolgt streng nüchtern, oft ergänzt durch Glukosetoleranztests.

Der Test auf Hämoglobin A1c (HbA1c), der den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten drei Monate misst, kann die Diagnose bestätigen, selbst wenn die Blutabnahme kurz nach dem Essen erfolgte oder wenn der Patient eine Erkältung oder akute Infektion hat, die andere Testergebnisse verfälschen könnte.

  • Der A1c-Test sollte zur Sicherheit zweimal durchgeführt werden.
  • Menschen mit einem A1c-Wert von über 6,5 % benötigen oft Medikamente zur Senkung des Blutzuckerspiegels.
Blutzuckermessung und Kontrolle

2. Ständige ärztliche Kontrolle

Regelmäßige Arztbesuche müssen zur Pflicht werden. Der Spezialist konzentriert sich darauf, dem Patienten zu helfen, den Blutdruck, den Cholesterinspiegel und den Blutzucker zu normalisieren. Zudem kann der Arzt den Patienten in eine Diabetesschule überweisen und eine Ernährungsberatung empfehlen.

Ernährungsberater können helfen, einen individuellen Speiseplan zu entwickeln, der bei der Gewichtsabnahme und der Aufrechterhaltung eines optimalen Stoffwechsels unterstützt, wobei das Essen weiterhin den geschmacklichen Vorlieben des Patienten entspricht.

3. Individuell angepasste Behandlung: Medikamente und Lebensstil

Zur Behandlung von Diabetes Typ 2 werden blutzuckersenkende Medikamente eingesetzt. Der Grund für die Verschreibung von Medikamenten zusätzlich zu Lebensstiländerungen und Diät liegt darin, dass Ernährungsumstellung und nicht-medikamentöse Maßnahmen allein nicht immer erfolgreich sind.

Medikamente, die den Blutzuckerspiegel senken, haben ein geringes Risiko für Nebenwirkungen und können helfen, den Glukosespiegel auf ein relativ normales Niveau zu bringen. Wenn der Blutzuckerspiegel weiterhin erhöht ist, kann der Arzt ein anderes Medikament verschreiben. Diabetiker über 40 Jahre sollten zudem mit ihrem Arzt über die Senkung des Cholesterinspiegels und die Einnahme von Statinen zum Schutz vor Herzerkrankungen sprechen.

4. Individueller Ernährungsplan

Diabetikern wird empfohlen, ihre Ernährung anzupassen, um weniger Kohlenhydrate und Fette zu konsumieren, da Kohlenhydrate Blutzuckerspitzen verursachen können, während fettige Lebensmittel den Cholesterinspiegel erhöhen können. Das bedeutet jedoch nicht, dass man auf alle Lieblingsgerichte verzichten muss.

Empfohlene vs. zu vermeidende Lebensmittel

Empfohlen (Niedriger glykämischer Index) Zu begrenzen / Vermeiden
Vollkornprodukte (Haferflocken, Vollkornbrot) Weißbrot, Gebäck, weiße Nudeln
Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen) Zuckerhaltige Getränke, Limonaden
Nicht-stärkehaltiges Gemüse (Spinat, Brokkoli) Süßigkeiten, Kuchen, Transfette
Beeren und Nüsse (in Maßen) Fast Food und stark verarbeitete Lebensmittel

Ein Ernährungstagebuch, in dem die tägliche Nahrungsaufnahme notiert wird, kann ebenfalls helfen herauszufinden, welche Produkte den größten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben.

Gesunde Ernährung bei Diabetes

5. Körperliche Aktivität und Übungen

Regelmäßige körperliche Aktivität hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern kann auch den Blutzuckerspiegel normalisieren. Diabetiker sollten mindestens fünf Tage die Woche für 30 Minuten trainieren und dabei moderate Übungen wie Gehen oder Schwimmen durchführen.

Es ist nicht zwingend notwendig, Fitnessstudios zu besuchen. Aktivität kann in den Alltag integriert werden: Spaziergänge, Heimtrainer, Wäsche von Hand waschen oder Hausputz – all das ist Bewegung.

6. Zeitplan für regelmäßige Untersuchungen

Jährliche Untersuchungen beim Augenarzt und Neurologen sowie die Beurteilung des Zustands von Füßen und Unterschenkeln können frühe Anzeichen von Problemen aufdecken, die zu Blindheit oder dem diabetischen Fußsyndrom führen können. Spezialisten empfehlen Menschen mit Diabetes zudem, sich jedes Jahr einem Screening auf Nierenerkrankungen zu unterziehen.

7. Positive Einstellung

Natürlich ist Diabetes eine gefährliche Diagnose, wenn er nicht kontrolliert wird. Aber die Bewahrung einer positiven Weltanschauung ist genauso wichtig wie eine gesunde Ernährung. Diabetes erfordert einen bestimmten Lebensstil; es ist wichtig, sich die Unterstützung von Freunden und Familie zu sichern, dann fällt der Kampf gegen die Krankheit leichter.

Aktiver Lebensstil mit Diabetes

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Diabetes Typ 2 vollständig heilbar?

Diabetes Typ 2 gilt als chronische Erkrankung. In vielen Fällen kann jedoch durch eine drastische Änderung des Lebensstils (Gewichtsabnahme, Ernährung, Sport) eine Remission erreicht werden, bei der die Blutzuckerwerte ohne Medikamente im Normalbereich liegen. Eine regelmäßige Kontrolle bleibt dennoch notwendig.

Welche frühen Symptome deuten auf Diabetes Typ 2 hin?

Zu den klassischen Symptomen gehören starker Durst, häufiges Wasserlassen (besonders nachts), anhaltende Müdigkeit, verschwommenes Sehen und eine langsame Wundheilung. Oft verläuft die Krankheit jedoch anfangs symptomlos.

Darf man als Diabetiker Alkohol trinken?

Alkohol ist in Maßen erlaubt, erfordert aber Vorsicht. Alkohol kann den Blutzuckerspiegel senken (Hypoglykämie-Gefahr), besonders wenn Insulin oder bestimmte Tabletten eingenommen werden. Süße alkoholische Getränke (Liköre, Cocktails) sollten aufgrund des hohen Zuckergehalts vermieden werden.


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